Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - Kreisvereinigung Augsburg
Stand: 11.09.2020
VVN/BdA Augsburg - Sepp Wagner

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 Sepp Wagner  
WIDERSTAND im DRITTEN REICH
 
               
  Sepp Wagner wurde am 13. April 1896 in dem niederbayerischen Ort Mallersdorf als Sohn kinderreicher Eltern geboren. Durch Kinderarbeit lernte er schon mit 11 Jahren Ausbeutung und Ungerechtigkeit kennen.  
  19 jährig, während des ersten Weltkrieges,wurde er als Soldat an die Front geschickt. Dieses Erleben war ausschlaggebend, dass er sich der Arbeiterbewegung angeschlossen hat. Sepp Wagner wurde Mitglied der USPD und fand später in der KPD seine politische Heimat. Als Kandidat seiner Partei wurde er 1924 in den Augsburger Stadtrat und 1932 in den Bayerischen Landtag, gewählt.  
   
   
  Seit seinem 16. Lebensjahr war Sepp Wagner gewerkschaftlich organisiert. Er arbeitete als Maschinenschlosser bei der Firma Riedinger-MAN. Er wurde zum 2. Betriebsrat gewählt. Für die 6000 Belegschaftsmitglieder erschien damals die beliebte Betriebszeitung: „ Die Zange“, deren Redakteur und Herausgeber Sepp Wagner war.  
* 13.04.1896
verstorben 1944/45
   
           
             
    Wie alle Antifaschisten war auch Sepp Wagner dem Terror der Nazis ausgesetzt. Am 20. April 1933 wurde er verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 2 1/4 Jahren Gefängnishaft verurteilt. Anschließend wurde er auf Anweisung der Augsburger Gestapo nach Dachau verschleppt.  
       
       
    Zu diesen 2 1/4 Jahren Strafhaft kamen nun noch 9 Jahre Konzentrationslager dazu. Kurz vor der Niederlage des deutschen Faschismus wurde Sepp Wagner mit noch anderen Kameraden zu einer Sondereinheit rekrutiert und an der Front eingesetzt. Allen zusammen gelang es zu den dort gegen den Faschismus kämpfenden Partisanen überzutreten. In dem Durchgangslager Focsani - in den östlichen Karpaten in Rumänien - ist Sepp Wagner an den Folgen der fast 12 jährigen Haft verstorben.  
     
     
   

Standhaftigkeit und Treue zu seiner Überzeugung zeichnete seinen Lebensweg.
.Auszug aus: "Sepp Wagner zum Gedenken" von Toni Haas)
   
               
   
       
   
Gedenkblatt