Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - Kreisvereinigung Augsburg
Stand:

17.2.2021

VVN/BdA Augsburg Höllenreiner Hugo

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 Höllenreiner Hugo
Zeitzeuge
 
               
  "Wir haben doch nichts getan..."
Der Völkermord an den Sinti und Roma
Die Zeitzeugen: Hugo Höllenreiner
     
       
 

Als Hugo Höllenreiner 1933 in München Giesing geboren wird, scheint die Bedrohung durch den Nationalsozialismus noch fern: Der Vater ist Wehrmachtsoldat, die Schwester stolz auf ihre BDM-Uniform. Das ändert sich schlagartig im November 1941.
Die Familie wird ins "Zigeunerlager" Auschwitz- Birkenau deportiert. Dort erlebt Hugo grauenvolle Dinge: die Gaskammern und Mengeles Experimente. Was ihn überleben lässt ist der Zusammenhalt der Familie.

Im Sommer 1944 werden sie weitertransportiert: von Ravensbrück über Mauthausen nach Bergen-Belsen. In Ravensbrück werden Mutter und Tanten zwangssterilisiert, der Vater gelangt nach Sachsenhausen, wo er den Krieg nur knapp überlebt.

Am 15. April 1945 werden Höllenreiners von der britischen Armee befreit.
Hugo Höllenreiner hat erst vor wenigen Jahren begonnen, über die Zeit im KZ zu reden. Heute geht er als Zeitzeuge in Schulklassen. Es kostet ihn Überwindung, aber er will den Jugendlichen vermitteln, was es heißt, Opfer von Rassismus zu werden." (http://www.swr.de/geschichte/archiv/2007/03/01/beitrag.html - SWR-Sendung am 1. 3 2007)

   
     
     
     
     
     
     
     
     
geboren 15.9.1933 in München
gest. 10.6.2015
       
       
Veranstaltung mit Hugo Höllenreiner am 11.7.2007 im Rathaus:
Sinto Hugo Höllenreiner, der die brutalen medizinischen Experimente des KZ-Arztes Mengele überlebte berichtete über seine erschütternde Geschichte. In seiner Kindheit mußte er eine nicht mehr steigerungsfähige Brutalität von "Menschen" gegen sich und andere erfahren. Unsere Hochachtung gegenüber Hugo Höllenreiner, der immer wieder die Kraft findet seine Geschichte den Nachgeborenen zu erzählen. Grauenvolle Erlebnisses die wir keinem Menschen wünschen im Kampf ums nackte Überleben.
 
 
 
 
 
Sein Appell an uns "laßt es nicht mehr soweit kommen, dass dies nochmal passiert". Seine in Buchform vorliegende Lebensgeschichte sollte als Pflichtliteratur in den Schulen eingeführt werden und von jedem Erwachsenen gelesen werden.  
 
Familienfoto 1941              
               
      Hugo_Mano  

 

     
    Auf der VVN- Landesmitgliederversammlung 2013 wurden Hugo (links) und Mano (rechts) Höllenreiner geehrt und der runde Geburtstag gefeiert.  
     
     
               
   
   
Ehrungen   Hugo Höllenreiner bei der Einweihung des Mahnmals an die Opfer des KZ Arztes Mengele    
2013              
2014              
           
           
           
           
           
    Am 13.6.2015 nahmen ca. 1000 Menschen Abschied von Hugo Höllenreiner, dessen Schicksal uns unvergessen bleibt.    
               
               
Literatur:
Tuckermann Anja: "Denk nicht, wir bleiben hier". Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner. München 2005 (Deutscher Jugendbuchpreis 2006)
Römer Gernot: Hugo und Lilly Höllenreiner in: Es gibt immer zwei Möglichkeiten..., Augsburg 2000 S. 182-85
 
 
Weitere Informationen:

- Die Zeit 16.3.06 >>
- Mengele-Mahnmal-AZ 09-03-2005 >>
- Sinto Hugo Höllenreiner erzählt in der Waldorfschule Hammerschmiede AZ 2.5.08 >>
- Rede von Hugo Höllenreiner beim Zug der Erinnerung München am 28. 4. 2009 >>
 
 
 
Im Rahmen des Kulturprogramms zum Friedensfest 2016 steht ein Theatraler Spaziergang durch das ehemalige "Fischerholz" .
Produktion von Nyz e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutsche Sinti und Roma, Landesverband Bayern/Augsburg. Info >>